17.1.2020

Die Planungen für Tiny-Häuser unter dem Motto Tiny-(A)haus waren Thema einer Informationsveranstaltung der UWG Ahaus, doch der große Saal im Logo erwies sich innerhalb kürzester Zeit als ein zu kleines Haus für diese Veranstaltung. Hatte die UWG mit 60 Teilnehmern gerechnet und sich darauf vorbereitet, kamen weit über 120 Interessierte, um sich über das Projekt zu informieren.

Zu Beginn zeichnete Andreas Beckers als UWG-Ratsherr die Entwicklung der Idee, in Ahaus Plätze für Tiny-Häuser zu schaffen, nach und sparte dabei nicht mit Kritik an der Bauverwaltung der Stadt Ahaus, die dieses Anliegen offenbar bisher eher stiefmütterlich behandele. Beckers: „Im Dezember 2018 haben wir zu diesem Thema einen Antrag in den Rat eingebracht, der von allen politischen Gruppen befürwortet wurde [...]" - doch die Verwaltung habe sich bisher nur wenig interessiert und engagiert gezeigt. Die UWG hingegen habe mit der Ausstellung eines Tiny-Hauses im Mai auf dem Rathausplatz und mit der jetzigen Informationsveranstaltung die Interessierten angesprochen.

Symbolfoto: Ein Tiny-Haus bei der vorherigen Veranstaltung auf dem Ahauser Rathausplatz im Mai 2019
Symbolfoto: Ein Tiny-Haus bei der vorherigen Veranstaltung auf dem Ahauser Rathausplatz im Mai 2019

Beckers begrüßte im Logo als Referenten Diplom-Ingenieur Klaus Hestert (Tiny House Rhein Ruhr) und Gerald Kampert vom Planungsamt der Stadt Dortmund, der sich engagiert für die Umsetzung eines Konzeptes für eine Tiny-House-Siedlung in Dortmund einsetzt. In ihren Vorträgen konnten sie die Besucher der Veranstaltung für Tiny-Häuser begeistern, zeigten aber auch planungsrechtliche Fallstricke auf und machten Mut, sich gemeinsam mit der Kommune auf den Weg zu machen. Karola Voß als Bürgermeisterin wandte sich an die Besucher der Veranstaltung und sagte zu, dass die Stadt Ahaus dieses Anliegen sehr ernst nehme und bei zukünftigen Planungen berücksichtigen werde. Auch Thomas Hammwöhner, zukünftiger technischer Beigeordneter der Stadt Ahaus, zeigte sich sehr offen, zu prüfen in welcher Weise diese Wohnform in Ahaus umgesetzt werden kann.

Aus den Reihen des Publikums gab es deutliche Kritik daran, dass das Planungsamt der Stadt Ahaus sich nicht intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe, aber auch daran, dass die zuständigen Mitarbeiter bei der Veranstaltung nicht zugegen gewesen seien. In seinem Schlusswort machte Andreas Beckers deutlich, dass die Veranstaltung sehr gut gezeigt habe, dass es in Ahaus ein großes Interesse an dieser Wohnform geben würde, dass die UWG an dem Thema dran bleiben werde und er äußerte die Hoffnung, dass die Bauverwaltung in Zukunft die neuen Wohnformen auch mit mehr Engagement in die stadtplanerischen Überlegungen einbeziehen werde.


Unter dem Motto „Ahaus ist im Tiny House Fieber" wurde über die Veranstaltung der UWG inzwischen auch ein Video auf youtube eingestellt: https://www.youtube.com/watch?v=FpuvFyfdDoU.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.